
09. Mai 2026
VIP-Talk mit Bernt Haas
«Dank meiner Leidenschaft für den Fussball habe ich weiterhin Visionen»
Bernt Haas kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: Bereits 1994 begann er im Alter von 15 Jahren bei GC, zwei Jahre später stand er in der Champions League und feierte mit nur 18 Jahren sein Debüt in der Schweizer Nationalmannschaft. Nach vier Schweizer Meistertiteln und Stationen in England, Frankreich und Deutschland beendete er im Jahr 2010 seine aktive Karriere. Danach folgten Engagements als Sportchef beim FC Vaduz und beim Rekordmeister GC. Heute ist der 47-Jährige sportlicher Leiter beim FC Schaffhausen.
Beim VIP-Legendentalk zog Haas gleich zu Beginn eine interessante Parallele: «Die Situation zwischen Schaffhausen und Biel ist relativ ähnlich», erklärte er und zeigte sich zugleich beeindruckt vom Gastgeber: «Ich bin sehr begeistert von der Infrastruktur hier in der Tissot Arena.»
Den Schweizer Meistertitel mit dem FC Thun bezeichnete er als «grandios», die aktuelle Situation bei seinem vorherigen Arbeitgeber, Rekordmeister GC, hingegen als «schmerzhaft» – eine ehrliche Einschätzung eines Mannes, der den Schweizer Fussball in all seinen Facetten kennt.
Beim FC Schaffhausen geht Haas seine neue Aufgabe mit klaren Zielen und viel Enthusiasmus an: «Wir hatten eine ähnliche Situation wie hier in Biel. Alles brach auseinander, es war ein totaler Umbruch. Dank eines neuen Investors können wir jetzt endlich in Ruhe aufbauen und unsere Ziele verfolgen.» Das erklärte Ziel ist ambitioniert: In fünf Jahren soll Schaffhausen in der Super League spielen.
Dabei macht Haas keinen Hehl daraus, dass der Schweizer Fussball auch seine Herausforderungen mit sich bringt: «Es ist nicht immer einfach. So viele Experten, so viele Abhängigkeiten – oft fehlt das gegenseitige Vertrauen.»
Warum er sich statt eines ruhigen Fussball-Pensionärsdaseins für diese anspruchsvolle Rolle entschieden hat? Die Antwort kommt ohne Zögern: «Die Leidenschaft für den Fussball. Die Spannung am Wochenende, wenn die Punkte gezählt werden. Die Frage, was wir verbessern können – und jetzt natürlich der langfristige Aufbau. Das treibt mich an.»



