
23. November 2025
VIP-Talk mit Hansruedi Hasler
Hansruedi Hasler ist zu Gast bei uns – «Früher lag vieles brach.»
Er gilt als einer der prägenden Architekten des Schweizer Fussball-Erfolgs von 2009, als die U17-Nationalmannschaft völlig überraschend Weltmeister wurde. «Diese WM ist für mich immer noch sehr präsent und unvergesslich», erzählte Hasler im legendären VIP-Talk kurz vor dem Anpfiff.
Natürlich hat er auch das jüngste Ausscheiden der U17 an der Weltmeisterschaft verfolgt. «Gegen Portugal hatten wir keine Chance, das war schon etwas bitter.» Trotzdem betont er, wie wichtig es ist, dass junge Fussballer:innen Erfahrungen mit der Nationalmannschaft sammeln und internationale Turniere bestreiten können.
Seit er 1995 seine Arbeit beim Schweizerischen Fussballverband aufnahm, hat Hasler entscheidend zur Professionalisierung beigetragen. Es wurden neue Trainingszentren aufgebaut, Trainer angestellt und moderne Strukturen geschaffen. «Ich habe allen immer dieselbe Frage gestellt: Wählt ihr den perfekten Fussballplatz mit einem schlechten Trainer – oder den Acker mit einem guten Trainer? Alle entschieden sich für den Trainer. Gute Leute zu finden, ist die eigentliche Herausforderung. Das gilt überall, nicht nur im Fussball. An den Strukturen kann man danach immer noch feilen.»
Der ehemalige Spieler und Trainer des FC Biel verfolgt seinen früheren Club weiterhin aufmerksam. «Es ist keine einfache Liga, aber sie machen einen guten Job», sagt er und lag mit seinem Tipp (3:1 gegen Cham) sogar goldrichtig.
Zum Schluss erinnert Hasler an eine beeindruckende Zahl: «Nur 0,03 Prozent aller Fussballer weltweit können vom Fussball leben. Und trotzdem haben wir in der Schweiz eine unglaubliche Breite: 13’000 Teams und 20’000 Trainer. Was hier geleistet wird, gerade für die Jugend und die Integration, ist unbezahlbar.»





